Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg e.V.

Decker: „Kommender Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie kommt hier besondere Bedeutung zu“

Metallarbeitgeber warnen davor, derzeitige gute wirtschaftliche Entwicklung als Selbstläufer zu betrachten

Erstellt am: 10/24/2017

TUTTLINGEN – Die Metallarbeitgeber in der Region Schwarzwald-Hegau warnen davor, die derzeitige gute wirtschaftliche Entwicklung als Selbstläufer zu betrachten. „Ob die Betriebe der Metall- und Elektroindustrie (M+E) auch weiterhin national und international erfolgreich sind, hängt maßgeblich davon ab, ob die Arbeitskosten am heimischen Standort in einem wettbewerbsfähigen Rahmen bleiben“, sagte Peter Decker, Sprecher der Unternehmerkontaktgruppe Tuttlingen / Konstanz - Singen, am Dienstag in Tuttlingen anlässlich einer Sitzung der Unternehmerkontaktgruppen.

„Der kommenden M+E-Tarifrunde kommt hier eine besondere Bedeutung zu“, sagte Decker, der auch Geschäftsführer der Firma Henke-Sass, Wolf GmbH ist. „Was wir jetzt aber von der IG Metall hören, lässt leider wenig Gutes erwarten“, erklärte er. „Die Forderung nach sechs Prozent mehr Geld ist völlig überzogen. Und auch die alimentierte Arbeitszeitverkürzung für große Teile der Belegschaft wäre ein extremer Kostentreiber.“

Mit ihren übertriebenen Forderungen riskiere die IG Metall, dass die notwendigen Investitionen am heimischen Standort unterblieben, warnte Frank Springorum, Geschäftsführer der Hammerwerk Fridingen GmbH. Dabei stehe die M+E-Industrie vor tiefgreifenden Umbrüchen. „Die Digitalisierung erfordert hohe Investitionen und beispielsweise in der Automobilindustrie bedeutet die Umstellung auf neue Antriebe und autonomes Fahren zusätzliche Belastungen“, erläuterte Springorum.

Beide Unternehmer appellierten an die IG Metall, ihre Vorstellungen bis zum endgültigen Forderungsbeschluss am Donnerstag dieser Woche auf ein wirtschaftlich vertretbares Maß zu reduzieren. „Wir benötigen ‚Zukunft statt zu teuer‘“, betonte Decker. Und Springorum verwies darauf, dass die M+E-Unternehmen schon in den letzten Jahren durch eine zu steile Tarifentwicklung an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt hätten: „Dem müssen wir entgegenwirken – auch in der kommenden Tarifrunde!“

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Datum: 23.1.2018

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