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Wurster: „Befristungen waren wichtige Voraussetzung für Jobwunder der letzten Jahre. Noch bestehende Flexibilität darf den Unternehmen nicht genommen werden.“

Südwestmetall: Union darf SPD-Forderung nach Einschränkung von sachgrundlosen Befristungen nicht nachgeben

Erstellt am: 02/01/2018

Villingen-Schwenningen – Der Geschäftsführer der Bezirksgruppe Schwarzwald-Hegau des Arbeitgeberverbands Südwestmetall, Ralph Wurster, hat die SPD davor gewarnt, in dem mit der CDU/CSU angestrebten Koalitionsvertrag auf einer Einschränkung von sachgrundlosen Befristungen zu beharren. „Befristungen mit und ohne Sachgrund bieten Arbeitsuchenden einen erfolgreichen Weg für einen Einstieg oder – gerade nach längerer Arbeitslosigkeit – Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt“, sagte Wurster am Donnerstag in Villingen-Schwenningen „Diese besonderen Chancen befristeter Arbeitsverträge dürfen nicht außer Acht gelassen werden. Sie waren eine wichtige Voraussetzung für das Jobwunder, das wir in den letzten Jahren erlebt haben.“

Rund 75 Prozent der befristet Beschäftigten erhielten eine Anschlussbeschäftigung, mehr als zwei Fünftel würden unmittelbar in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen, unterstrich Wurster: „Heute gibt es so viele unbefristete Arbeitsverhältnisse wie noch nie.“ Im Durchschnitt der letzten Jahre wachse ihr Anteil immer weiter. Der Anteil der Befristungen an allen abhängigen Beschäftigten liege hingegen seit mehr als einem Jahrzehnt unter neun Prozent.

„Die Möglichkeit der sachgrundlosen Befristung ist eine Win-win-Situation für Arbeitnehmer und Betriebe“, sagte der Arbeitgebervertreter. Die heimischen Unternehmen könnten dank befristeter Beschäftigung bei steigender Auftragslage schneller Personal aufbauen. Die Arbeitnehmer wiederum profitierten von wachsender Beschäftigung. „Dieses effektive Instrument darf nicht auf dem Altar der Groko geopfert werden“, erklärte Wurster. Im Übrigen könne man die Stellschrauben für Arbeitgeber nicht immer weiter anziehen und auf der anderen Seite auch noch jegliche Flexibilität nehmen. Wurster appellierte an die Bundestagsabgeordneten von Union und SPD aus der Region Schwarzwald-Hegau in diesem Sinne auf die Koalitionsverhandlungen einzuwirken.

Info: Der Arbeitgeberverband Südwestmetall mit Sitz in Stuttgart vertritt die tarif-, sozial- und bildungspolitischen Interessen von knapp 1000 Mitgliedsbetrieben der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie mit gut 508.000 Beschäftigten. Die Bezirksgruppe Schwarzwald-Hegau ist eine von 13 Bezirksgruppen von Südwestmetall in Baden-Württemberg und betreut rund 90 Betriebe mit über 35.000 Beschäftigten in den Landkreisen Schwarzwald-Baar, Rottweil, Tuttlingen, Konstanz und Waldshut.

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Datum: 21.2.2018

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