Metallarbeitgeber in der Region warnen Politik vor Steuererhöhungen

Fink: „Steuererhöhungen würden unserer Wirtschaft die letzten Wachstumskräfte entziehen“

Erstellt am: 15.05.2020

Villingen-Schwenningen – Die Metallarbeitgeber in der Region warnen die Politik davor, die im Zuge der Corona-Krise stark steigenden Staatsausgaben bei gleichzeitig fallenden Staatseinnahmen durch Steuererhöhungen ausgleichen zu wollen. „Das wäre das Falscheste, was man tun könnte, denn Steuererhöhungen entziehen unserer Wirtschaft die letzten verbliebenen, aber umso wichtigeren Wachstumskräfte“, sagte der Geschäftsführer der Bezirksgruppe Schwarzwald-Hegau des Arbeitgeberverbands Südwestmetall, Markus Fink, am Donnerstag in Villingen-Schwenningen: „Die Unternehmen brauchen jetzt jeden Cent für Investitionen. Auch die Arbeitnehmer haben durch die Krise vielfach Einkommenseinbußen hinnehmen müssen. Höhere Steuern würden den Konsum da nur weiter beeinträchtigen und die Wirtschaftskrise noch verschlimmern.“

Fink erinnerte daran, dass der Staat die hohen Kosten der Finanz- und Wirtschaftskrise der Jahre 2008/09 ohne Steuer- und Abgabenerhöhungen geschultert habe: „Das solide Wirtschaftswachstum der Folgejahre hat die Steuereinnahmen auch ohne eine Erhöhung der Steuersätze in die Höhe getrieben und dem Staat erlaubt, den Schuldenstand wieder zu reduzieren. Das sollte auch jetzt unser Ziel sein.“ Deshalb müsse das Hauptaugenmerk der Politik nun auf Maßnahmen liegen, die die Wirtschaft wieder in Schwung bringen, forderte der Arbeitgebervertreter. Dazu gehörten insbesondere auch Kaufanreize für die Konsumenten. Zudem sollte die Bundesregierung die Möglichkeiten der Unternehmen erweitern, heutige Verluste mit vorherigen und künftigen Gewinnen zu verrechnen, um ihnen mehr Mittel für Investitionen zu belassen.

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Datum: 2.6.2020

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