Südwestmetall zum ‚Equal Pay Day‘: Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern nicht Folge von Diskriminierung

Fink: „Wichtigste Gründe für Entgeltlücke sind Unterschiede in Branchen und Berufen, in denen Frauen und Männer arbeiten“

Erstellt am: 10.03.2021

Villingen-Schwenningen – Anlässlich des ‚Equal Pay Day‘ am heutigen Mittwoch stellte der Geschäftsführer der Südwestmetall-Bezirksgruppe Schwarzwald-Hegau, Markus Fink, klar: „Die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern sind keine Folge von Diskriminierung durch die Unternehmen. Die wichtigsten Gründe für die Lohndifferenzen waren im vergangenen Jahr laut Statistischem Bundesamt wiederum Unterschiede in den Branchen und Berufen, in denen Frauen und Männer tätig sind.“ So entschieden sich Frauen seltener für die traditionell besser bezahlten Berufe im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik).

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Bild:  Markus Fink
Geschäftsführer Südwestmetall-Bezirksgruppe Schwarzwald-Hegau

Außerdem seien Frauen häufiger teilzeit- oder geringfügig beschäftigt als Männer und nähmen mehr familiär bedingte Auszeiten, sagte Fink: „Was wir deshalb in erster Linie brauchen, um die Entgeltlücke zu überwinden, ist eine gezielte Verbesserung von Erwerbs- und Karriereaussichten für Frauen – etwa durch eine gute Kinderbetreuungsinfrastruktur, klischeefreie Berufsorientierung sowie die Förderung von Initiativen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, sagte der Geschäftsführer.

„Deshalb macht sich Südwestmetall schon seit langem für einen verstärkten Ausbau von Ganztagsbetreuung in Baden-Württemberg stark“, erklärte Fink: „Gleichzeitig organisiert Südwestmetall verschiedene Projekte, wie beispielsweise die Girls‘Day Akademie, um das Interesse von Mädchen und jungen Frauen an naturwissenschaftlichen oder technischen Berufen und Studiengängen zu fördern.“

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