Südwestmetall-Förderpreise an Nachwuchswissenschaftler der Landesuniversitäten verliehen

Dr. jur. Christian Gebert erhält Preis für seine Dissertation an der Universität Konstanz

Erstellt am: 15.04.2021

KONSTANZ – Besondere Ehrung für den Jung-Wissenschaftler Dr. jur. Christian Gebert. Der 30-jährige ist einer von neun Nachwuchswissenschaftlern aus Baden-Württemberg, denen am Mittwoch bei einer Online-Veranstaltung in Stuttgart der Förderpreis des Arbeitgeberverbandes Südwestmetall verliehen wurde. Gebert erhielt die Auszeichnung für seine Dissertation an der Universität Konstanz zu dem Thema „Verhaltens- und verhältnisbezogene Primärprävention und Gesundheitsförderung im Recht der gesetzlichen Krankenversicherung“.

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Bild:  Markus Fink
Geschäftsführer Südwestmetall-Bezirksgruppe Schwarzwald-Hegau

In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Deutschland spielt der Präventionsgedanke mit entsprechenden Leistungen zur Verhütung der Entstehung von Krankheiten eine immer größere Rolle. Gebert geht in seiner Dissertation der Frage nach, ob die GKV und insbesondere ihr rechtliches Instrumentarium hierfür hinreichend gerüstet sind. Dabei untersucht er Reichweite und Anwendung der Vorschriften zur Primärprävention und Gesundheitsförderung im relevanten Sozialgesetzbuch V und lotet deren Grundlagen und Grenzen aus. Da es sich bei Prävention und Gesundheitsförderung um gesamtgesellschaftliche Querschnittsaufgaben handelt, geht Gebert in seiner Arbeit auch der Frage nach, welche Schwierigkeiten sich bei dem Versuch ergeben, eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe überwiegend auf die GKV zu reduzieren.

Mit dem Förderpreis würdigt Südwestmetall seit über 30 Jahren herausragende Leistungen des wissenschaftlichen Nachwuchses an den neun baden-württembergischen Landesuniversitäten. An jeder Universität wird ein mit 5.000 Euro dotierter Südwestmetall-Förderpreis ausgelobt. Die Preise werden jährlich auf Vorschlag der Universitäten für wissenschaftliche Arbeiten vergeben, die für die industrielle Arbeitswelt oder deren sozialpolitische Rahmenbedingungen von Bedeutung sind.

„Die Wissenschaft ist als Transformationsgestalter von besonders großer Bedeutung für unseren Wirtschaftsstandort“, betonte der Südwestmetall-Vorsitzende Wilfried Porth bei der Veranstaltung. Generell müssten die an Hochschulen erlangten wissenschaftlichen Erkenntnisse aber noch schneller in marktgängige Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle überführt werden, sagte er: „Dafür brauchen wir eine echte Transferkultur und eine Stärkung der Netzwerke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.“ Die Hochschulen müssten ihr Transferpotenzial dabei insbesondere beim Mittelstand noch aktiver vermarkten. „Denn gerade für Mittelständler ist es zuweilen schwer, konkrete Anknüpfungspunkte für eine Zusammenarbeit mit den Hochschulen zu identifizieren“, bemerkte der Arbeitgebervertreter.

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