Metallarbeitgeber mahnen die Politik, die Unternehmen auf keinen Fall mit Steuererhöhungen zu belasten – Corona-Krise hat die Firmen viel Liquidität gekostet

Schulz bei Südwestmetall-Sommerfest: „Unternehmen brauchen jetzt dringend finanzielle Entlastungen – und auf keinen Fall weitere Belastungen“

Erstellt am: 30.09.2021

VILLINGEN-SCHWENNINGEN – Die Metallarbeitgeber in der Region fordern die Politik auf, die Unternehmen trotz der hohen öffentlichen Verschuldung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie nicht mit Steuererhöhungen zu belasten. „Die Corona-Krise hat auch die Unternehmen viel Liquidität gekostet“, sagte der Vorsitzende der Bezirksgruppe Schwarzwald-Hegau des Arbeitgeberverbands Südwestmetall, Dr. Joachim Schulz, an diesem Donnerstag beim Sommerfest des Verbandes in Villingen-Schwenningen. „Sie brauchen jetzt dringend finanzielle Entlastungen – und auf keinen Fall weitere Belastungen. Ich kann nur dringend davor warnen, jetzt an der Steuerschraube zu drehen. Damit würden wir den Konjunkturmotor wieder abwürgen, bevor er richtig in Gang gekommen ist.“

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Bild: Bezirksgruppen-Vorstand Dr. Joachim Schulz.
Bildquelle: Südwestmetall
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Schulz zeigte sich fest davon überzeugt, dass der starke Anstieg der öffentlichen Verschuldung auch ohne Steuererhöhungen bewältigt werden könne. Schließlich sei man auch mit dem massiven Anstieg der Staatsschulden im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise der Jahre 2008/09 ohne Steuererhöhungen fertig geworden, bemerkte der Arbeitgebervertreter: „Das solide Wirtschaftswachstum der Folgejahre hat – auch ohne eine Erhöhung der Steuersätze – für steigende Steuereinnahmen gesorgt und es dem Staat erlaubt, den Schuldenstand wieder zu reduzieren. Das muss auch jetzt das Ziel sein.“

Anstatt über Steuererhöhungen zu diskutieren, sollte eine kommende Bundesregierung lieber die Möglichkeiten der Unternehmen noch deutlicher erweitern, heutige Verluste mit früheren Gewinnen zu verrechnen, mahnte der Arbeitgebervertreter: „Damit könnte die in der Krise stark angegriffene Liquiditätslage der Unternehmen rasch und durchgreifend verbessert werden.“ Darüber hinaus müsse die Besteuerung der Unternehmen zudem endlich auf ein international konkurrenzfähiges Niveau gesenkt werden. „Denn wir werden uns auf Dauer einfach keine höhere Steuerbelastung als andere wirtschaftlich erfolgreiche Staaten leisten können“, erklärte Schulz.

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